Krankheitsbilder & Schwerpunkte
Womit ich arbeite
Die folgenden Bereiche bilden den Kern meiner Arbeit im Bereich gynäkologische Psychosomatik.
Jedes dieser Themen verdient mehr Aufmerksamkeit, als es im medizinischen und gesellschaftlichen Alltag oft bekommt. Wenn Sie sich in einer dieser Erfahrungen wiederfinden, sind Sie hier richtig.
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Der Weg zum Wunschkind ist oft lang und emotional erschöpfend. Jeder Behandlungszyklus bringt Hoffnungen und Enttäuschungen mit sich, die das Erleben tiefgreifend beeinflussen können. Angst, Scham, Trauer, Partnerschaftskonflikte und die Belastung durch medizinische Eingriffe gehören häufig dazu. Sie werden im medizinischen Setting oft zu wenig berücksichtigt.
Als Psychologische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt gynäkologische Psychosomatik biete ich einen geschützten Raum, in dem all das Platz hat. Ich begleite Sie durch alle Phasen vor Beginn einer Behandlung, mittendrin oder nach der Behandlung (unabhängig vom Ergebnis).
Was ich unter anderem anbiete:
Einzel- und Paartherapie während der Kinderwunschbehandlung
Krisenbegleitung nach negativen Zyklen
Unterstützung bei der Entscheidungsfindung (Wann ist genug genug?)
Trauerbegleitung bei ungewollter Kinderlosigkeit
Aufarbeitung der Behandlung
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Einige Tage vor der Periode werden aus Stimmungsschwankungen massive Stimmungseinbrüche: Reizbarkeit, Hoffnungslosigkeit, Weinen ohne erklärbaren Grund. Das ist keine Überempfindlichkeit, das ist PMDS: eine klinisch anerkannte, schwerwiegende Erkrankung, die den Alltag erheblich beeinträchtigen kann.
PMDS betrifft schätzungsweise 2–8 % aller Menschen mit Zyklus und wird häufig jahrelang nicht erkannt oder als bloßes Stimmungsproblem abgetan. Dabei gibt es wirksame Therapieansätze: Kognitive Verhaltenstherapie hat in Studien klare Wirksamkeit bei PMDS gezeigt. Ergänzend arbeite ich mit Psychoedukation, Zyklus-Tracking und enger Kooperation mit gynäkologischer Fachmedizin.
Wenn Sie jeden Monat das Gefühl haben, eine andere Person zu werden, ist das ein Zeichen, dass Unterstützung sinnvoll wäre.
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Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt gelten gesellschaftlich als Hochpunkte des Lebens. Doch viele Frauen erleben in dieser Phase massive Belastungen: Angst vor der Geburt, körperliche Veränderungen, ambivalente Gefühle, Erschöpfung, Identitätskrisen, oder eine postpartale Depression, die 10–15 % aller Mütter betrifft.
Ich biete psychotherapeutische Begleitung in der Schwangerschaft sowie im Wochenbett an: bei postpartaler Depression, Geburtsangst, Schwangerschaftsdepression, Anpassungsschwierigkeiten an die neue Rolle und Partnerschaftskonflikten nach der Geburt. Gerade im Wochenbett, wenn das Verlassen des Hauses kaum möglich ist, können therapeutische Sitzungen auch als Hausbesuch stattfinden, damit Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
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Elternsein ist schön, fordernd, bedeutsam. Und manchmal geht die Erschöpfung weit über normale Müdigkeit hinaus. Parental Burnout ist ein eigenständiges Erschöpfungssyndrom, das durch die dauerhafte Überlastung in der Elternrolle entsteht und sich deutlich vom beruflichen Burnout unterscheidet.
Typische Symptome sind:
Tiefe, anhaltende Erschöpfung, die sich durch Schlaf nicht beheben lässt
Emotionale Distanzierung vom eigenen Kind, Gefühl des Funktionierens statt wirklich da zu sein
Starke Kontrastemotionen: zwischen dem Elternteil, das man sein will, und dem, das man gerade ist
Reizbarkeit, Ungeduld, Ausbrüche, die man sich selbst nicht erklären kann
Schuldgefühle und Scham, oft verbunden mit dem Gedanken 'Andere schaffen das doch auch'
Sozialer Rückzug, das Gefühl, von niemandem wirklich verstanden zu werden
In schweren Fällen: Gedanken daran, einfach alles hinter sich zu lassen
Parental Burnout entsteht nicht durch mangelnde Liebe zum Kind. Es entsteht durch ein chronisches Ungleichgewicht zwischen Belastung und Erholung, oft verstärkt durch Perfektionismus, fehlende Unterstützung und gesellschaftlichen Druck. Besonders betroffen sind häufig Eltern, die viel alleine tragen, hohe Ansprüche an sich selbst haben oder deren Kinder besondere Bedürfnisse mitbringen.
In der Therapie schauen wir gemeinsam, welche Muster Sie in die Erschöpfung geführt haben, wo Entlastung möglich ist und wie Sie schrittweise wieder zu sich selbst finden. Ich arbeite mit Stressreduktion, Ressourcenaktivierung und Selbstmitgefühl als zentralem Ansatz.
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Eine ungewollte Schwangerschaft oder eine Situation, in der eine Fortsetzung nicht möglich ist, gehört zu den emotional komplexesten Erfahrungen, die Frauen machen können. Die Hintergründe sind immer individuell. Viele Frauen entscheiden sich klar und wissen, dass es die richtige Entscheidung für sie ist. Und trotzdem taucht Trauer auf. Manchmal sofort, manchmal Wochen oder Monate später. Das ist kein Widerspruch. Man kann vollständig hinter einer Entscheidung stehen und gleichzeitig um das trauern, was hätte sein können. Beide Wahrheiten dürfen gleichzeitig da sein. Andere erleben Erleichterung, und fühlen sich dann schuldig für diese Erleichterung. Oder sie schwanken zwischen verschiedenen Gefühlen, ohne zu wissen, welches davon 'das richtige' ist. Die Antwort lautet: Es gibt kein richtiges Gefühl. Jede emotionale Reaktion auf eine solche Erfahrung ist verständlich und hat einen Platz.
Ich begleite Sie vor, während und nach einem Schwangerschaftskonflikt, ohne Wertung und ohne Agenda. Das bedeutet: Ich helfe Ihnen nicht dabei, eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Ich begleite Sie dabei, zur eigenen Klarheit zu finden, die Entscheidung zu verarbeiten, alle Gefühle, auch die widersprüchlichen, zuzulassen, und langfristig gut mit sich selbst zu sein.
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Fehlgeburten sind häufig. Jede vierte bis fünfte Schwangerschaft endet mit einem Verlust. Und trotzdem wird darüber kaum gesprochen. Viele Frauen hören Sätze wie 'Das ist doch früh passiert, das war noch nichts' oder 'Ihr könnt es ja nochmal versuchen'. Diese Sätze sind gut gemeint und treffen trotzdem daneben. Denn der Verlust einer Schwangerschaft ist ein echter Verlust, unabhängig davon, ob er in der siebten Woche stattgefunden hat oder in der zwanzigsten. Die Bindung, die Hoffnung, die Vorstellung einer Zukunft, das alles entsteht nicht erst ab einem bestimmten Zeitpunkt. Es entsteht oft von dem Moment an, in dem man weiß, dass man schwanger ist.
Das bedeutet: Trauer ist immer berechtigt. Es gibt keine Untergrenze, ab der ein Verlust zählt. Wer früh verloren hat, darf genauso trauern wie wer spät verloren hat. Wer schon mehrere Fehlgeburten erlebt hat, trägt oft eine besonders schwere Last, denn mit jedem Verlust wächst auch die Angst vor dem nächsten.
Gesellschaftlich fehlen häufig die Rituale und die Sprache für diesen Schmerz. Es gibt oft keine Beerdigung, keinen offiziellen Abschied, manchmal nicht einmal ein Gespräch. Das macht das Trauern schwerer, nicht leichter. Viele Betroffene fragen sich, ob sie überhaupt das Recht haben zu trauern. Die Antwort ist: Ja, unbedingt.Eine stille Geburt, also der Tod eines Kindes ab der 24. Schwangerschaftswoche oder mit einem Gewicht von über 500 Gramm, ist eine Erfahrung, die das Leben in ein Davor und ein Danach teilt. Eltern, die eine stille Geburt erleben, müssen ihr Kind zur Welt bringen und gleichzeitig Abschied nehmen. Sie halten ein Kind in den Armen, das sie sich gewünscht haben, und stehen vor einem Schmerz, für den es kaum Worte gibt. Was viele nicht wissen: Auch bei einer stillen Geburt gibt es Entscheidungen, die getroffen werden müssen, oft unter Schock, mitten in der Klinik. Fotos, Fußabdrücke, ein Name, eine Beerdigung. Manche dieser Entscheidungen tragen Eltern jahrelang mit sich, mit dem Gefühl, vielleicht das Falsche gewählt zu haben. Auch das gehört zur Verarbeitung dazu. Die Trauer nach einer stillen Geburt folgt keinem Zeitplan. Sie kann sich verändern, wiederkommen, auch Jahre später noch aufbrechen, rund um Geburtstage, Wiederkehr des Datums oder bei einer neuen Schwangerschaft. Das ist keine Schwäche. Es ist Ausdruck einer tiefen Bindung.
Ich biete einen Raum, in dem Ihr Verlust gesehen wird und Ihre Trauer Platz hat, egal wann er stattgefunden hat und wie lange er zurückliegt. Ich arbeite mit Trauertherapie und Traumabearbeitung (EMDR) und begleite auch Paare, die einen Verlust gemeinsam erlebt haben, ihn aber unterschiedlich tragen.
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Die Perimenopause ist keine Krankheit. Aber sie ist auch nicht einfach nur ein körperlicher Übergang, der sich mit der richtigen Einstellung bewältigen lässt. Für viele Frauen ist diese Phase eine Zeit tiefgreifender Veränderungen, die weit über Hitzewallungen und Schlafstörungen hinausgehen: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angst, depressive Episoden, das Gefühl, sich selbst nicht mehr zu erkennen. Und das oft in einem Lebensabschnitt, in dem gleichzeitig viel anderes gefordert wird.
Was häufig nicht gewusst wird: Viele psychische Symptome in der Perimenopause haben eine hormonelle Grundlage und sind damit klinisch erklär- und behandelbar. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, kein Charakterproblem und kein Grund, sich zusammenzureißen.
Ich begleite Frauen psychotherapeutisch durch diese Phase: bei depressiven Verstimmungen und Angst, bei Identitätsfragen und Lebensbilanzierungen, die die Wechseljahre oft mitbringen, und bei dem Wunsch, diese Zeit nicht nur zu überstehen, sondern zu verstehen.